American Express greift an: link like love - Futurebiz.de

American Express greift an: link like love

Wer hätte es American Express zugetraut, in den von Groupon & Co. heiß umkämpften Markt der lokalen Angebote einzusteigen? Nun hat der (ehemalige) Riese  gemeinsam mit Facebook ein wirklich spannendes Projekt vorgestellt. Link, like, love

American Express will zum Vermittler zwischen den beiden eigenen Kundenstämmen werden: Den Karteninhabern und den Geschäften. Das macht viel Sinn, denn American Express kann die Zahlung selbst abwickeln und erspart dem jeweiligen Händler auf diesem Weg den komplizierten Weg des Coupons oder des Promotion Codes. In Zukunft werden sich US Händler auf https://gosocial.americanexpress.com/ für das Programm anmelden können und dort den eigenen Locations eigene Angebote zuordnen können. Die Location Daten kommen dabei über Facebook Places, können aber vom Händler auf der American Express Plattform noch einmal editiert werden. Die Angebote ähneln dabei Facebook Deals, d.h. es gibt zeitlich limitierte, Group Deals u.a. Varianten, die der Händler selbst eingibt. Derzeit „zahlt“ der Händler nur mit dem Angebot aber American Express wird in Zukunft auch andere erfolgsorientierte Gebühren erheben.

Der Käufer wird über Facebook Places über den Deal informiert und löst diesen ein, indem er mit der American Express Karte zahlt. Auf diesem Wege erhält er auch den Rabatt. Zur Teilnahme muß er einmalig auf der American Express Fanseite seine Karte verbinden (geht nicht mit deutschen Karten).

 

Insgesamt ist der Prozess also für den Kunden wie auch für den Händler sehr einfach. Im nächsten Schritt muss American Express nun aber im Wettbewerb mit Groupon & Co. lokale Angebote akquirieren und für Reichweite sorgen. Ersteres dürfte American Express leichter fallen, da dies geübte Prozesse sind und das vorhandene Vertriebs- und Supportnetz zu den Händlern ausgenutzt werden kann. Allerdings dürften die Teams von Groupon um einiges aggressiver und dynamischer agieren.

Zum anderen wird American Express Reichweite aufbauen müssen. An dieser Stelle kommt Facebook ins Spiel, denn die App wird als Katalysator dienen, um die Deals an die 2 Mio. Fans zu promoten, die dies mit ihren Freunden teilen könnten. Gelingt dies, wäre dies ein eindrucksvoller Beweis, dass Social Commerce über Facebook funktioniert.

Im folgenden Video gibt es mehr Infos aus der Pressekonferenz:

 

americanexpress on livestream.com. Broadcast Live Free
Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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