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Die Entwicklung von Facebook – Von Freunden zu Interessen

Seit der Gründung von Facebook im Jahr 2004, hat das soziale Netzwerk eine rasante Entwicklung hingelegt. Am Anfang lediglich um den Austausch von Informationen von Studenten. Diese Beschränkung wurde schnell aufgehoben und Facebook öffnete sich (fast) für die ganze Welt.

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Im Prinzip hat sich bis heute nichts geändert. Facebook dient zur persönlichen Kommunikation mit Bekannten, Freunden und der Familie. Doch neben dem Austausch mit Freunden, wurde Facebook stückchenweise um weitere Funktionen erweitert und bietet heutzutage wesentlich vielfältigere Einsatzmöglichkeiten.

Beispiele wären die Informationssuche bzw. der Einsatz von Facebook als Informationsquelle. Im Netz spricht man vom Social Graph – Beziehungen zu Personen – und vom Interest Graph – persönliche Interessen, dich nicht unmittelbar mit Freunden im Zusammenhang stehen.

Zwei Player in diesem Feld sind beispielsweise Pinterest und Tumblr. Hier bestehen hauptsächlich Kontakte, die auf Grund von gemeinsamen Interessen und nicht auf persönlichen Kontakten basieren. Facebook entwickelt sich aber ebenfalls konsequent in diese Richtung.

Am einfachsten lässt sich dies an Interessenlisten erklären.  Abonniert man eine Interessenliste, stehen hier keine Freunde im Vordergrund, sondern Informationen. Im gewissen Maße zählen hier auch Facebook Seiten mit dazu. Ein Großteil der Unternehmen, mit denen ich mich auf Facebook verbunden habe, sind für meine Freunde nicht relevant.

Mein Newsfeed unterteilt sich also in verschiedene Bereiche, bei denen Freunde nur einen bestimmten Anteil ausmachen. Deswegen wechsle ich auch regelmäßig die Ansicht und greife situationsbedingt auf die jeweilige Quelle zu.

Diese Nutzungsweise trifft nicht auf alle User zu. Unternehmen sollten sich der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Facebook aber durchaus bewusst sein.

Sobald die Resonanz der Nutzer auf Interessen- und Freundeslisten größer wird, werden immer mehr User dieses Verhaltensmuster annehmen. Sicher wird es nach wie vor viele Personen geben, die Facebook ausschließlich zur persönlichen Kommunikation einsetzen, der Anteil, der Facebook jedoch als Informationsquelle für eigene Interessen einsetzt, wird stetig ansteigen.

Die Kombination des Social und des Interest Graph sichert die Zukunft von Facebook im gleichen Maße, wie der Ausbau der mobilen Plattform.

Neben den Interessenlisten, ist die Abonnenten-Funktion ein weiterer Treiber dieser Entwicklung. Nutzer holen sich Inhalte von Personen in den eigenen Newsfeed, die sie nicht persönlich kennen, aber für die sie sich „interessieren“. Der Newsfeed wird somit zu einer Symbiose von persönlicher Kommunikation, Interessen und persönliche Meldungen von „fremden“ Personen“.

Kürzlich habe ich auf Google+ folgendes Foto gesehen:

Wäre das Foto vor einem Jahr erschienen, würde ich der Aussage zustimmen. Heute sieht es aber vollkommen anders aus und die Suche nach Personen, anhand von Interessen, ist auf Facebook genauso möglich.

Das Problem von Facebook ist hierbei die Kommunikation. Vor allem der Listen. Google+ hat seit dem Start, Kreise (Circles) als eine der Kernfunktionen angepriesen. Bei Facebook gab es dieses Feature nicht von Beginn an und Nutzer verstehen den Sinn und die Funktionsweise erst mit der Zeit. Viele wollen sich auch einfach nicht damit beschäftigen, was vollkommen in Ordnung ist. Ein Argument gegen Facebook und für Google+ ist es aber nicht.

Jeder kann Facebook so nutzen, wie er es schon seit Jahren macht. Die Möglichkeiten werden aber immer vielfältiger und durch die sehr aktiven Nutzer und Unternehmen, ist Facebook für mich der Informationskanal im Netz.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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