Effektivität von Facebook Anzeigen

Effektivität von Facebook Anzeigen – Das Targeting ist Entscheidend

„Think beyond the Like (Click)“

Funktioniert Werbung auf Facebook? Ist sie effektiver als traditionelle Online-Werbung, oder Google Ads?

Kommt darauf an. Pauschale Aussagen wie Facebook Anzeigen sind der Heilsbringer, oder Werbung auf Facebook ist Geldverschwendung sind reine Floskeln. TBG Digital hat die Clickthrough-Raten von Facebook Anzeigen analysiert und die Ergebnisse von den USA und Deutschland gegenübergestellt.

Fazit: US-Nutzer klicken häufiger auf Facebook Anzeigen. Hier wird eine durchschnittliche CTR von 0,03 % erreicht (Q1 2012) und in Deutschland liegt die CTR etwas niedriger (0,029 %).

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Hierbei handelt es sich um Durchschnittswerte. Eine eindeutige Aussage über die Effektivität von Facebook Anzeigen ist das aber nicht. Das wohl bekannteste Beispiel zum Thema „Erfolgslosigkeit von Facebook Anzeigen“ stammt von General Motors. Die Ads haben nicht funktioniert und aus diesem Grund hat GM sein Facebook Werbebudget komplett gestrichen. Nahezu gleichzeitig hat hingegen Ford vermeldet, dass Facebook Ads sehr gut performen und ein fester Bestandteil der Anzeigenstrategie sind und bleiben werden.

Wenn man jeden Tag auf Facebook unterwegs ist, werden einem viele Facebook Anzeigen ausgegeben. Nach kurzer Zeit stellt man fest, dass hier beim Targeting einiges nicht richtig läuft. Also genau die Stärke, die Facebook als Werbeplattform bietet, wird häufig vernachlässigt.

Unternehmen und Media-Agenturen denken nach wie vor in Reichweite bei der Schaltung von Anzeigen. Je feiner das Targeting ist, um so niedriger wird verständlicherweise auch die potenzielle Zielgruppe. Dies ist aber kein Grund, auf die Targeting-Optionen zu verzichten.

Werbung auf Facebook, ist nur bedingt mit herkömmlicher Online-Werbung vergleichbar. Nutzer nehmen Anzeigen in sozialen Netzwerken anders auf und je weiter Weg, die Anzeige, sprich das beworbene Unternehmen oder Produkt, von den Interessen der Nutzer ist, um so niedriger ist natürlich auch die CTR. Sollte allen bekannt sein.

In vielen Fällen ist es sinnvoller einen kleineren Nutzerkreis anzusprechen, als auf die breite Facebook Nutzerschaft zu setzen. Die Reichweite ist zwar geringer, aber die CTR und die Qualität der generierten Fans dafür um einiges höher.

Warum sehe ich Anzeigen für einen Schmink-Kurs für Frauen (ist passiert)? Um solche Fehler zu umgehen ist nicht einmal ein Targeting nach Interessen nötig, sondern die simpelste Einstellung nach Geschlecht. Wer mit seiner Kampagne alle Facebook Nutzer ansprechen möchte, sollte immer parallel eine Anzeige mit einem feineren Targeting schalten. Bei der Auswertung solltet ihr die Impressions ein wenig außen vor lassen und euch auf die Statistik „Handlungen“ konzentrieren. Wird die richtige Zielgruppe angesprochen, dann findet auch Interaktion mit der Anzeige statt und Nutzer verbreiten die Kampagne aus eigenen Stücken auf Facebook.

Für eine niedrige CTR ist oftmals nicht Facebook, sondern das Targeting verantwortlich. Hinzu kommt die Denkweise, dass Klicks entscheidend sind. Sie spielen eine wichtige Rolle, aber Interaktionen sind mindestens genau so wertvoll, wenn nicht wertvoller.

„Think beyond the Like (Click)“

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Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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Kommentare

  1. […] Futurebiz hat darauf hingewiesen, dass beim Einstellen einer Anzeige auf Facebook das Targeting keinesfalls vernachlässigt werden darf. Zwar nimmt die Größe der erreichten Personen mit einem feineren Targeting ab, jedoch werden dabei die Personen erreicht, die sich stärker mit der beworbenen Dienstleistung oder dem Produkt identifizieren können. Bei einem vernachlässigten Targeting werden ebenfalls die Nutzer erreicht, die bereits mit der Seite verbunden sind und sich deshalb nicht mehr mit ihr verbinden können. […]

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