Storytelling auf Facebook - Facebook Instant Articles starten mit Spiegel Online & Bild

Storytelling auf Facebook – Facebook Instant Articles starten mit Spiegel Online & Bild

Schon seit einigen Wochen gibt es Spekulationen zu Facebook Instant Articles. Publisher veröffentlichen ihre Inhalte nicht mehr auf der eigenen Webseite, sondern exklusiv auf Facebook. Jetzt hat Facebook Instant Articles offiziell vorgestellt und neben den üblichen Verdächtigen wie Buzzfeed und der New York Times, sind auch zwei deutsche Partner zum Start mit an Bord: Spiegel Online und Bild sind offizielle Partner von Facebook und werden zukünftig Inhalte als Instant Articles auf Facebook veröffentlichen.

Facebook Instant Articles -Bild und Spiegel Online als Partner - Article

Facebook Instant Articles – Mehr als Text und Bild

Facebook hat immer wieder betont, wie das Nutzererlebnis leidet, wenn sich Inhalte langsam aufbauen und nicht optimal für Leser dargestellt werden. Instant Articles sollen einerseits die Ladezeiten optimieren, bieten Medienunternehmen aber zusätzlich vielfältige Möglichkeiten beim Storytelling. So können beispielsweise Facebook Videos mit Auto-Play in Artikel integriert werden. So soll für weitere Aufmerksamkeit für Bewegtbild auf Facebook gesorgt werden und Unternehmen wie Buzzfeed erhalten eine weitere Option, ihre Inhalte auf Facebook zu verbreiten.

Facebook Instant Articles -Bild und Spiegel Online als Partner -Photo

Facebook Instant Articles Fotoansicht

Facebook Instant Articles -Bild und Spiegel Online als Partner -Map

Facebook Instant Articles mit Kartenintegration

Buzzfeed produziert sehr viele Videos exklusiv für Facebook. Eine Integration in Instant Articles sollte die Interaktionen mit diesen Videos nochmals steigern.

Facebook Instant Articles - Bild und Spiegel Online als Partner -Video

Facebook Instant Articles mit Facebook Auto-Play Videos

Des Weiteren können interaktive Karten und Soundfiles in Instant Articles integriert werden. Facebook stellt somit ein System zur Verfügung, was weit über ein simples Publisher-Tool hinausgeht. Die Frage wird nun sein, wie viel Aufwand die Partner in Instant Articles investieren, oder ob es sich einfach um Kopien von bestehenden Artikeln handelt. Facebook würde es sicher gerne sehen, dass es sich bei Instant Articles um „Content Bomben“ handelt. Sprich interaktive Artikel, die für eine hohe Verweildauer sorgen und viele Interaktionen generieren.

Spiegel Online Chefredakteur Florian Hams ist gespannt auf die Ergebnisse und betont nochmals, Instant Articles werden keinen Einfluss auf die Berichterstattung haben: „Für uns ist diese Kooperation mit Facebook zunächst einmal ein Test. Wir hoffen, dabei einiges darüber zu lernen, wie sich unsere Inhalte in sozialen Netzwerken am besten darstellen und verbreiten lassen. Uns ist es wichtig, unsere Leser da zu erreichen, wo sie sind, und da spielt Facebook einfach eine wichtige Rolle. Unsere Berichterstattung über Facebook wird all das selbstverständlich nicht beeinflussen, sie bleibt unabhängig und kritisch.“

Was springt für Facebook bei Instant Articles heraus?

Facebook bietet bei Instant Articles zwei Optionen an. Einmal können Medienunternehmen ihre eigenen Anzeigen in den Inhalten platzieren. Die zweite Option ist eine Verbindung zum Facebook Audience Network. Das ist sicher die Integration die Facebook sich wünscht, um von den Vorteilen die sie Medienunternehmen bieten, auch zu profitieren.

Neben den Anzeigen aus dem Audience Network ist sicher auch die Bindung von Medienunternehmen an Facebook ein wichtiger Faktor. Sollten sich die Aufrufe, Interaktionen und Video Views durch Instant Articles steigern, wird es nicht lange dauern, bis weitere Medientunternehmen dieses Feature ebenfalls gerne für sich einsetzen möchten.

Instant Articles könnten die Usability von Links bzw. Artikeln deutlich verbessern. Der Facebook In-App Browser ist keine optimale Lösung. Besonders vor dem Hintergrund, das iOS Nutzer keine Option haben, einen anderen Browser zu wählen. Das Feature wird zuerst für die Facebook App für iOS veröffentlicht. Über Android ist bis jetzt nichts bekannt. Eventuell liegt dies daran, dass Nutzer hier entscheiden können, mit welchem Browser sie Links öffnen möchten.

Eine spannende Entwicklung. Facebook bezeichnet den Start von Instant Articles als eine Testphase. Das Feedback der Nutzer wird die Zukunft maßgeblich beeinflussen und darüber entscheiden, ob Instant Anrticles die Zukunft für Medienunternehmen auf Facebook sind, oder ob eine ähnliche Entwicklung wie bei den Social Reader Apps eintreten wird. Ich glaube an einen Erfolg, da die mobile Nutzung auf Facebook dominiert und eine optimale Aufbereitung von Inhalten für Nutzer mitentscheidend ist. Optisch machen Instant Articles einen sehr guten Eindruck. Wenn Inhalte in dieser Form veröffentlicht werden und die Ladezeiten überzeugen können, sollten Instant Articles sich durchsetzen.

Was meint ihr?

Bald könnt Ihr unsere Artikel direkt hier auf Facebook lesen.

Posted by SPIEGEL ONLINE on Wednesday, May 13, 2015

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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