Facebook ist in 2015 stärker denn je aufgestellt.

Facebook, Instagram, WhatsApp & Messenger machen Facebook in 2015 stärker denn je.

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Bildquelle Flickr: Fotograf – Ricky Lai

Facebook verliert aktiver Nutzer, Mobile Messenger überholen soziale Netzwerke, Community Management auf Facebook wird unwichtiger und so weiter und so fort. Ganz im Gegenteil. Facebook ist in 2015 stärker aufgestellt denn je. Facebook ist und bleibt das mit Abstand dominanteste soziale Netzwerk. In Deutschland und Weltweit.

Facebook dominiert Social Media und Mobile Messenger in allen Altersklassen

Wenn von dem Boom der mobile Messenger Apps die Rede ist, dann geht es auch immer um WhatsApp und den Facebook Messenger. Facebook ist auch in diesem Bereich führend und verfügt mit dem Facebook Messenger über die Messenger App, die meiner Meinung nach das stärkste Wachstumspotenzial hat.

So würde es mich auch nicht wundern, wenn der Facebook Messenger bald an WhatsApp vorbei zieht.

Natürlich gibt es mit Line, WeChat, Snapchat und Telegram weitere sehr erfolgreiche mobile Messenger. Es ist aber das gleiche Bild wie in der Social Media Landschaft. Facebook liegt an der Spitze und der Vorsprung wächst. Deswegen glaube ich auch nicht daran, dass WeChat zum dominierenden mobile Messenger werden wird. Zumindest nicht weltweit.

Facebook vereint 1,2 Mrd. aktive Nutzer von mobile Messenger Apps – 700 Mio. WhatsApp Nutzer und 500 Mio. Facebook Messenger Nutzer.

Facebook Dominanz - WhatsApp Nutzerzahlen liegen Anfang 2015 bei 700 Mio. Nutzern

Bildquelle: Statista

Der Vorteil von Facebook ist, dass ein Messenger direkt an Facebook gekoppelt ist und WhatsApp ein eigenständiges Produkt darstellt. Das bietet für beide Messenger weiteres Wachstumspotenzial und David Marcus spekuliert über eine eventuelle Entkopplung vom Messenger von Facebook. Sprich eine Nutzung ohne Facebook Konto.

Facebook verliert Teenager an Facebook

Welche Apps und sozialen Netzwerke sind bei Teenagern besonders beliebt? Mobile Messenger, Snapchat und vor allem Instagram. Wenn als von einer Teenagerabwanderung die Rede ist, dann innerhalb von Facebook. Wir dürfen Facebook nicht mehr nur einzeln analysieren, sondern das große Ganze betrachten.

– Facebook hat 1,3 Mrd. aktive Nutzer.

– WhatsApp hat 700 Mio. aktive Nutzer

– Facebook Messenger hat 500 Mio. aktive Nutzer

– Instagram hat 300 Mio. aktive Nutzer

Es sind aber nicht nur die Nutzerzahlen, welche Dominanz von Facebook verdeutlichen. Es ist auch die Anzahl von erstellten Inhalten. Zu 70 Mio. Instagram Fotos kommen nochmals 20 Mrd. WhatsApp Nachrichten dazu und auf Facebook und im Messenger sind die Nutzer ja auch nicht ganz inaktiv.

Instagram Nutzerzahlen Dezember 2014 - 300 Mio. aktive Nutzer

Instagram ist bei jüngeren Nutzern extrem beliebt und das weiß natürlich auch Facebook. Gleiches gilt für mobile Messenger und den reduzierten Funktionsumfang den WhatsApp und Facebook Messenger bieten. Facebook an sich ist das mit Abstand komplexeste Produkt und vereint quasi viele Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von Instagram und WhatsApp. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Apps führt dazu, dass jedes Produkt voneinander profitiert. Das merk man schon jetzt beim Facebook Messenger deutlich.

Community Management auf Facebook verliert nicht an Bedeutung. Es verändert sich.

Gerne lese ich auch Posts auf Facebook, in denen es um den Niedergang des Community Managements auf Facebook geht. Die Fokussierung und Rückbesinnung auf eigene Kanäle steht für viele Unternehmen in 2015 hoch im Kurs. Nur wird häufig vergessen, wie wichtig und hilfreich Facebook hierfür ist. Es geht nicht nur um den Traffic, sondern auch um die Verbindungen zu Menschen. Und nur weil diese Verbindungen durch Anzeigen unterstützt werden, ist das noch lange nicht mit dem Ende des Community Management auf Facebook gleichzusetzen. Das Community Management verändert sich und ist auch immer stärker an Facebook Anzeigen gekoppelt. Aber das ist doch kein Bedeutungsverlust, sondern bietet weitere Möglichkeiten. Facebook News Feed Anzeigen sind keine Banner, sondern verfügen über einen sozialen Kontext, welcher die Brücke zum Community Management schlägt.

Wenn es darum geht Unternehmensinhalte abzuarbeiten und Redaktionspläne an einer wöchentlich definierten Anzahl von Beiträgen auszurichten, dann stimme ich der Aussage zu. Die Relevanz muss für jeden Facebook Post hinterfragt werden. Aus Unternehmenssicht, aber vor allem auch aus Nutzersicht. Die Kunst und die Zukunft vom Community Management auf Facebook liegt darin regelmäßig relevante Inhalte zu erstellen, diese auf Unternehmensziele abzustimmen und durch den Einsatz von Facebook Anzeigen zu stärken. Dies führt dann nämlich auch zu einer Stärkung der eigenen Kanäle und warum sollten Unternehmen dabei auf Facebook verzichten?

Kein Ende in Sicht

Wer vom Ende von Facebook spricht, der spricht wahrscheinlich auch vom Ende von Google, Apple und Amazon. Facebook hat sich mit Instagram und WhatsApp extrem verstärkt und auch für die etwas entferntere Zukunft sind mit Oculus Rift bereits entscheidende Schritte initiiert worden.

Hinzu kommt ein eigenes Anzeigennetzwerk, Parse, App Links und viele weitere mobile Apps die zum Test von neuen Ideen und Features dienen.

Das heißt jetzt nicht, dass es neben Facebook keinen Platz für weitere soziale Netzwerke und mobile Messenger gibt, es zeigt aber wie stark Facebook ist und das ein neuer mobile Messenger und ein paar Teenager an dieser Situation nichts ändern werden.

Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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