Multi-Channel Strategie: Twitter und Google+ beeinflussen Interaktionen auf Facebook - Futurebiz.de

Multi-Channel Strategie: Twitter und Google+ beeinflussen Interaktionen auf Facebook

„Social Media ist nicht nur Facebook.“ Abgedroschen, aber die Wahrheit. Facebook ist zwar das dominierende Netzwerk, doch nicht das einzige Pferd, auf das Unternehmen setzen sollten.

Nicht nur um unterschiedliche Kundengruppen anzusprechen, sondern auch um die Interaktionen für den eigenen Facebook Auftritt zu erhöhen.

Bestätigt wird das durch eine Untersuchung von Vitrue, die Auswirkungen von Twitter und Google+ auf Facebook Seiten gemessen haben. Ist ein Unternehmen sowohl auf Facebook, Twitter und Google+ aktiv, steigert sich die Interaktionsrate von 0,5 % auf 0,77 %.


Die Werte seien erst einmal dahingestellt (wir finden sie sehr hoch). Entscheidend ist bei dem Ergebnis, dass von einer Multi-Channel Strategie positive Effekte ausgehen, die besonders Facebook Präsenzen beeinflussen.

Das heißt aber nicht, dass Unternehmen einfach drei Accounts erstellen und überall die gleichen Inhalte verbreiten sollen. Besonders deutlich wird das auf Google+, wo sich Nutzer häufig über Cross-Postings von Facebook beschweren. Jede Plattform brauch eine eigenen Content-Strategie. Sicher kann man auch ab und an Inhalte auf allen Netzwerken teilen, aber nur dann, wenn sie auch für alle Nutzer relevant sind.

Und genau hier liegt das Problem. Speziell mit Google+ werden viele Unternehmen noch nicht warm. Seien es die Diskussionen um inaktive Nutzer, die fehlende Content-Strategie, oder Ressourcen für einen weiteren Kanal. Richtig eingesetzt wird aber das gesamte Social Media Marketing profitieren. Selbst wenn die Interaktionen auf Google+ nicht so ausfallen, wie es auf Facebook der Fall ist (die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß), müssen Unternehmen Chancen und Risiken von neuen Plattformen abwägen, um gegebenenfalls schnell agieren zu können, oder um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Immer mehr Nutzer folgen Unternehmen auf Google+. Voraussetzung hierfür ist aber ein gutes Community-Management, sonst nützen auch die Follower nichts. gleiches gilt auch für Twitter, nur sind hier die Berührungsängste bei den Unternehmen nicht ganz so hoch.

Lediglich 11 % der Untersuchten Marken verfügen über eine Facebook und Google+ Seite, sowie einen Twitter-Account. 47 % setzen auf neben Facebook auf eine weiteres Netzwerk und 42 % verfügen ausschließlich über eine Facebook Seite.

Virtrue ist hauptsächlich auf dem US-Markt aktiv und die 11 % haben uns doch ein wenig überrascht.

Die Aufforderung von Virtrue lautet: Unternehmen müssen anfangen nicht nur ein Netzwerk zu bespielen und eine „Multi-Channel“-Strategie fahren. Richtig, aber nur dann sinnvoll, wenn jeder Kanal einen Mehrwert bietet. Mehrere Seiten und Accounts bewirken ohne eine definierte Strategie überhaupt nichts.

Der erste Schritt ist also die Definition einer Strategie und eines dazugehörigen Content-Planes. Erst wenn dieser steht und an entsprechende Ziele gekoppelt ist, macht es Sinn auf Google+ und Twitter aktiv zu werden.

Wie sieht es bei euch bzw. bei euren Kunden aus? Wie viele soziale Netzwerke kommen zum Einsatz?

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Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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10 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Social Media Auslese Juni 2012 | Online Marketing Agentur (Projecter GmbH)

  2. Pingback: Vorteile durch Multichannel Einsatz in Social Media. | Web Jungle

  3. Zur Umfrage: Vitrue hat insgesamt 500 Seiten untersucht. Ich nehme an, dass es hauptsächlich große Seiten wie McDonalds, American Express und Co. waren.

  4. Vollkommen richtig. 0,27 % kann auf Facebook aber einiges bedeuten. Bei Virtrue im Blog finde ich die Studie auch nicht. Evtl. sind es Slides von einem Kongress.

  5. wenn ich die Zahlen in der ersten Grafik richtig interpretiere, dann ist die Steigerung aber nicht von 0,05% auf 0,77%, sondern von 0,5% auf 0,77% – das ist dann kein ganz so großer Sprung mehr…

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