Welche Auswirkung haben Facebook Interessenslisten auf "Gefällt mir" Angaben? - Futurebiz.de

Welche Auswirkung haben Facebook Interessenslisten auf „Gefällt mir“ Angaben?

Auf den ersten Blick sind die neuen Interessenslisten von Facebook lediglich ein weiteres Feature für Nutzer, um individuelle Informationen zu sammeln bzw. einen individuellen Newsfeed zu erstellen. Doch schaut man sich die Funktionsweise genauer an, könnten die Listen auch Auswirkungen auf die „Gefällt mir“ Angaben von Unternehmen haben.

Wie man Facebook Seiten zu Interessenslisten hinzufügen kann

Wie bei privaten Profilen, muss man nicht mit einem Nutzer befreundet sein, um dessen öffentliche Status Updates, in seinem Feed zu erhalten. Anstelle eines „Likes“, reicht hierfür nun vollkommen aus, Seiten zu einer Interessensliste hinzuzufügen.

Die Meldungen erscheinen dann zwar nicht im „allgemeinen“ Newsfeed, sind aber über die linke Seitennavigation leicht anwählbar. Je nachdem, wie das Feature bei den Nutzern ankommt, bzw. wie intensiv Listen erstellt werden, kann man sich so die identischen Inhalte in seinem Feed anzeigen lassen und brauch dafür nicht mehr Fan zu werden.

Wenn man diese Entwicklung einmal ein wenig weiter ausbaut, könnten sich in Zukunft komplett unterschiedliche Newsfeeds bilden. Ein Hauptfeed, in dem ausschließlich Beiträge von Freunden und Facebook Kontakten angezeigt werden und viele verschiedene Interessens-Feeds, die Beiträge von Seiten enthalten.

So wie es aussieht, erscheinen Beiträge von Listen nicht im Ticker. Die Sichtbarkeit könnte also zurückgehen, wenn Nutzer nicht regelmäßig ihre Interessenslisten aufrufen.

Wie sollen sich Unternehmen also nun verhalten? Soll die Nutzung von Interessenslisten gefördert werden, oder soll man verstärkt Aufmerksamkeit auf die „Gefällt mir“ Angaben lenken?

Im Prinzip sind beide Ansätze korrekt. Wie effektiv die Interessenslisten für Marken sind, hängt aber stark von der Nutzung der einzelnen Feed-Ansichten ab. Es ist durchaus vorstellbar, dass Nutzer Seiten zu Listen hinzufügen, diese dann aber im Feed untergehen, da die Listenansicht nicht in dem Umfang, wie der Newsfeed, aufgerufen wird.

Für Seiten wäre sicherlich auch die Information interessant, in wie viele Listen sie bereits aufgenommen worden sind. Bei Profilen gibt es diese Statistik in Form der Abonnenten-Anzahl.

Vorstellbar wäre auch, dass Facebook hierfür ein zusätzliches Social Plugin entwickelt, welches ermöglicht, Facebook Seiten auch extern zu Interessenslisten hinzu zufügen.

Eine ähnliche Entwicklung war auch auf Twitter vorstellbar, ist in diesem Ausmaß aber nicht eingetreten. Ein Grund hierfür war allerdings, dass Twitter-Listen nicht wirklich ein ausgereiftes Feature sind. Facebook wird mehr Energie und Entwicklungszeit in Interessenslisten investieren und so ist es durchaus denkbar, dass Interessen ein ernsthafter Konkurrent für die „Gefällt mir“ Angaben werden.

Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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Kommentare

  1. […] zu haben. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob und in welchem Umfang die Interessenlisten Auswirkungen auf Likes und Sichtbarkeit haben […]

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  3. […] Mehr zu Listenfunktion von Facebook findet ihr hier. Im Prinzip ist es jetzt schon möglich, individuelle Feeds zusammenzustellen – bislang ist dies jedoch den Usern selber überlassen. […]

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