Uniliver, L'Oréal und eBay positionieren sich klar gegen Fakefluencer.

Endlich! Uniliver, L’Oréal und eBay positionieren sich klar gegen Fakefluencer.

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Wir schreiben das Jahr 2018 und Marken machen endlich klare Statements gegen das Kaufen von Followern. Fake Follower führen zu Fake Influencern und das geht der gesamten Branche auf die Nerven. Das Thema ist nicht neu. UniliverL’Oréal und eBay haben jetzt öffentlich kommuniziert, dass sie keine Kooperationen oder Kampagnen mit Influencern durchführen, die Follower gekauft haben.

Foto von Japheth Mast auf Unsplash

Für mehr klare Positionen von Marken und Unternehmen

Das sollte selbstverständlich sein und viele Marken achten bei der Auswahl auch auf die Statistiken der Accounts. Viele Marken, aber leider immer noch nicht alle. Die klaren öffentlichen Ansagen senden hoffentlich nochmals ein weiteres Signal. Viel mehr Marken und Unternehmen sollten ihren Standpunkt klar kommunizieren. Nach außen und nach innen. Wenn Blogs, Medien und Agenturen gegen Fake Follower vorgehen hat das sicher eine Wirkung. Sind es aber Marken, dann hat dies nochmals eine andere Wirkung, denn hier liegen die Budgets und im Fall von Uniliver und L’Oréal fallen sie nicht gerade niedrig aus.

Der Reichweiten- und Followerwahn ist ungebremst und der Berufswunsch „Ich werde Influencer“ hat seinen Teil zu der Entwicklung beigetragen. Es ist aber nicht nur der Wunsch Influencer zu werden, sondern es geht einfach um Geld. Die Liste von Unternehmen, die mit Fake Influencern zusammengearbeitet haben ist sehr lang und es befinden sich darunter sehr bekannte Namen. Uniliver und L’Oréal werden auch ihre Wettbewerber nochmals auf das Thema aufmerksam machen und eine genauere Analyse und Kontrolle von bestehenden und potenziellen Partnern hervorrufen. Das wäre wünschenswert.

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Seit Influencer Marketing in aller Munde ist, sind es auch Fake Follower und Fake Likes. Immer neue Apps und Tricks werden eingesetzt, aber das Ergebnis ist immer das gleiche. Im Vergleich zu anderen Kanälen ist hier sicher mehr Analysearbeit notwendig, aber sie ist nötig.

Fakefluencer haben als Markenbotschafter keine Chance

Wer Follower und Likes kauft, ist in der Regel auf möglichst viele unterschiedliche Kooperationen aus. Langfristige Partnerschaften sind so gut wie nicht möglich, da die Ergebnisse nicht stimmen werden. Noch ein tolles Problem für Fakefluencer. Marken wie L’Oréal planen verstärkt auf Markenbotschadterinnen zu setzen. Damit sind Fakefluencer raus. Je mehr Influencer Relations und eigene Datenbanken in den Vordergrund rücken, umso schwieriger sollten es Fakefluencer haben. Marken müssen ihre Datenbanken regelmäßig pflegen und wer negativ auffällt, sollte auch direkt entfernt werden

Auch wenn euch klar ist, dass Fake Follower Ausschlusskriterium Nummer 1 sind, sind die Signale von Uniliver, L’Oréal und eBay sehr wichtig. Ich wünsche mir, dass noch mehr Unternehmen mitziehen und offen kommunizieren, dass es für Fakefluencer keine Chance für eine Zusammenarbeit gibt.

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.