"Von nichts kommt nichts." Anzahl von Unternehmen auf Snapchat steigt, doch die Aktivität bleibt aus. - Futurebiz.de

„Von nichts kommt nichts.“ Anzahl von Unternehmen auf Snapchat steigt, doch die Aktivität bleibt aus.

Unternehmen bewegen sich auf Snapchat in einem vollkommen anderen Umfeld. Nicht nur bezogen auf die Produktion von Inhalten, sondern auch bei der Verbreitung und Kommunikation der eigenen Aktivitäten. In unserem Artikel zur Snapchat Studie „Wie snappt Deutschland“ haben wir darüber berichtet, dass 81,8 % der Befragten keinen Unternehmen auf Snapchat folgen. Hängt das eventuell mit der niedrigen Postingfrequenz von Unternehmen auf Snapchat zusammen?

Immer mehr Unternehmen mit eigenen Snapchat Accounts

Die Unternehmensdichte ist nicht so hoch wie auf Facebook, Instagram, und Twitter. In 2016 haben viele Marken und Unternehmen eigenen Snapchat Accounts erstellt. Sie haben sie erstellt, aber nur wenige Inhalte veröffentlicht.

Laut L2 ist Anzahl von Unternehmensaccounts auf Snapchat in 2016 branchenübergreifend gestiegen.

Unternehmen auf Snapchat - Adaption von Snapchat Branchenvergleich

Bildquelle: eMarketer

Die Profile der Unternehmen sind da, aber sie werden nicht regelmäßig mit neuen Inhalten versorgt. Das sind in der Regel Indizien dafür, dass Unternehmen entweder das Profil unüberlegt und ohne klare Ziele angelegt haben, oder sie nicht mit den erzielten Ergebnissen zufrieden waren.

Zu niedrige Postingfrequenz von Unternehmen auf Snapchat?

Wenn wir uns nochmal an die Ergebnisse der Studie „Wie snappt Deutschland“ erinnern, wünschen sich 52,8 % von Unternehmen täglich neue Inhalte. Dieser Wunsch wird aber nur von sehr wenigen Unternehmen erfüllt.

Die Aktivität ist in 2016 angestiegen. Spitzenreiter ist die Beauty-Branche mit drei Tagen pro Woche, an denen Inhalte auf Snapchat veröffentlicht werden. Marken aus der Automobilbranche veröffentlichen hingegen nur einmal pro Woche Inhalte auf Snapchat.

Unternehmen auf Snapchat - Postingfrequenz im Branchenvergleich

Aus Unternehmenssicht mögen die Werte OK sein und der Frequenz von Facebook und Instagram entsprechen. Eine höhere Postingfrequenz führt auf Snapchat zu mehr Verbreitung des Accounts. Zwar arbeitet Snapchat an einer verbesserten Suche, aber das Prinzip unterscheidet sich immer noch deutlich zu anderen sozialen Netzwerken. Auf Instagram können wir über Suchanfragen und Hashtags neue Accounts entdecken. Snapchat bietet diese Möglichkeit nicht und Empfehlungen stehen stärker im Vordergrund. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen Snapchat und Instagram.

Unternehmen sollten keine Angst davor haben, zu viele Inhalte zu veröffentlichen. Das gilt nicht nur für Snapchat. Fühlen sich die eigenen Follower unterhalten, informiert und werden in den Dialog mit einbezogen, spricht nichts gegen eine höhere Frequenz.

Fokus auf Instagram (Stories)

Ein weiterer Grund ist sicher auch die Einführung von Instagram Stories. Unternehmen verfügen über mehr Follower und Reichweite auf Instagram als auf Snapchat. Somit erzielen Instagram Stories von Beginn an mehr Aufrufe. Das ist in vielen Fällen aber zu kurz gedacht. Die Features ähneln sich, aber das Umfeld, die Inhalte und auch die Nutzer unterscheiden sich. Unternehmen hören ja auch nicht auf ihre YouTube Kanäle zu bespielen, nur weil es Facebook Videos gibt. Der Aufbau eines Snapchat Accounts braucht Zeit und Energie. Die gleiche Zeit, die Unternehmen auch in den Aufbau ihrer Instagram Profile investiert haben. Von diesen Investitionen profitieren logischerweise Instagram Stories.

Auf Snapchat stehen Unternehmen noch am Anfang und wer keinen Plan verfolgt, keine Zeit investiert, der wird es auf Snapchat sehr schwer haben. #vonnichtskommtnichts

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr interessante Infos und es bestätigt die Vermutung, dass man auf neuen Plattformen wie Snapchat auf lange Sicht viel Kreativität und Interaktion benötigt, um eine gute Reichweite zu erzielen. Ich glaube,viele Unternehmen springen erst mal auf den Zug auf, wenn neue Social Media Plattformen entstehen, aber unterschätzen dann doch die Zeit und Personalkosten, um den Kanal auch wirklich aktuell zu halten. Und dies ist sicherlich auch ein Mitgrund dafür, dass dann oftmals nur noch selten neue Inhalte gepostet werden.

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