Reichweite auf Facebook - Gesehen heißt noch nicht gelesen - Futurebiz.de

Reichweite auf Facebook – Gesehen heißt noch nicht gelesen

Facebook versucht Nutzer und Unternehmen verstärkt darüber aufzuklären, wie sich die Anzahl von Gefällt mir Angaben und Gruppenmitgliedern zu der tatsächlichen Reichweite eines Beitrages unterscheidet.

Nach wie vor gibt es hier einige Missverständnisse. Bei veröffentlichten Beiträgen von Seiten, erscheinen seit einiger Zeit Informationen darüber, wie hoch die organische, virale und bezahlte Reichweite wirklich ist.

Facebook Gruppen bekommen bald noch detaillierte Informationen spendiert. Wird ein Post in einer Gruppe publiziert, gibt Facebook aus, wie viele Gruppenmitglieder den Beitrag „gesehen“ haben.

Wobei wir beim nächsten Problem wären. Gesehen, heißt natürlich nicht gleichzeitig auch gelesen. Facebook trackt die Impressions im Newsfeed, auf Seiten, im Ticker und in Gruppen und ermittelt anhand dieser Daten den Wert für die organische und virale Reichweite, oder bei Gruppen die Anzahl der Mitglieder, bei denen der Beitrag angezeigt wurde.

Bei Gruppen sind die Informationen aber wesentlich detaillierter und es wird nicht nur die reine Anzahl, sondern auch der Nutzername und die Uhrzeit mit ausgegeben. Technisch könnte Facebook dies auch für Nutzer- und Seitenbeiträge anzeigen, distanziert sich hiervon aber deutlich.

Wir können nicht nachvollziehen, warum bei diesen Informationen von „creepy“ gesprochen wird. Facebook hat diese Informationen. Das ist kein Geheimnis und wenn man Mitglied in einer Gruppe ist, sollte es Nutzer auch nicht stören, oder gar verunsichern, dass einsehbar ist, ob ein Beitrag angezeigt (gelesen) worden ist, oder nicht.

Gleiches gilt auch für private Nachrichten, die über die Facebook Messenger App gelesen werden. Eine übliche Vorgehensweise, die unter anderem auch von Whats App eingesetzt wird.

Informationen bezüglich der organischen Reichweite sind relevant, sollten aber immer im Zusammenhang mit den eingebundenen Nutzern gestellt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn man Promoted Posts einsetzt. Die Reichweite steigt hierdurch an, wenn aber die Interaktionen ausbleiben und es auch keine Klicks auf den beworbenen Content gibt (Fotos, Videos, Links) gibt, relativiert dies die zusätzlich gewonnene Reichweite.

Bildquellen: Facebook & Flickr

Futurebiz ist ein Projekt der Agentur BRANDPILOTS (ehemals Berliner Brandung). Uns gibt es auch als täglichen Newsletter sowie auf Facebook, Twitter und Google+.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

Kommentare

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: USA: Schönheitsoperationen wegen Facebook-Fotos?

Deine Meinung?