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Social Media Strategien basieren auf Unternehmensstrategien

Nachdem ein Unternehmen auf verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv geworden ist, kommt oft die Frage auf, wie sieht eigentlich unsere Strategie aus und wie lassen sich Facebook und Co. mit unserer Unternehmensstrategie verbinden?

Die Frage ist im Prinzip schon die Antwort. Im Besten Fall sollten diese Punkte schon zu Beginn geklärt sein und die Strategie sollte vom ersten veröffentlichten Beitrag an klar erkennbar sein.

Bei der Definition der Social Media Strategie, müssen verschiedene übergeordnete Bereiche berücksichtigt und an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Der Prozess lässt sich gut mit der Pyramide der Social Media Strategie verdeutlichen:

Definition einer Social Media Strategie

Das Fundament der Social Media Strategie bildet die Gesamtstrategie des Unternehmens. Für eine Marke macht es keinen Sinn, in sozialen Netzwerken komplett anders zu agieren. Oft wird zwanghaft versucht sich an Facebook anzupassen und der Bezug zum Produkt und Unternehmen geht dabei vollkommen verloren.

Die Kunst ist, sich an Facebook, Twitter und Google+ anzupassen, dabei aber nicht von der grundsätzlichen Strategie abzuweichen.

In der Pyramide folgt auf die Unternehmensstrategie, die Marketingstrategie samt -Zielen. Hier wird es etwas zu allgemein, denn neben dem Marketing beeinflussen auch weitere Unternehmenszweige den Social Media Auftritt. Je nachdem wie weit andere Bereiche in die Marketingstrategie mit einbezogen werden, müssen hier zusätzliche Punkte berücksichtigt und integriert werden. Wie wichtig ist das Recruitung und welche Ziele hat der Vertrieb und die Produktion? Alles unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach und speziell bei Recruiting bieten sich differenzierte Strategie-Definitionen an. Aus diesem Grund gibt es auch vermehrt Unterseiten, beispielsweise auf Facebook, die sich nur mit diesem Thema beschäftigen.

Eine Social Media Strategie ist kein eigenständiges Unterfangen, sondern orientiert sich immer an übergeordneten Zielen und Strategien. Hat ein Unternehmen seine eigene Strategie definiert, gilt es hierfür nun die grundsätzlichen Rahmenbedingungen (Guidelines) zu schaffen und sich zu überlegen, wie die Ziele von Social Media Marketing aussehen und auf welche Art und Weise man diese erreichen will. Hier kommen dann schnell Themen wie Monitoring und ROI ins Spiel. Je früher eine Marke sich diesen Punkten annimmt, umso erfolgreicher und unproblematischer wird es auch sein, diese Ziele zu erreichen.

Die Grafik haben wir auf Convinve & Convert gefunden und Jay Bear hat hierzu noch einen kurze aber treffenden Aussage formuliert:

„The goal is not to be good at social media. The goal is to be good at business because of social media.

Aktivitäten in sozialen Netzwerken an der Unternehmensstrategie auszurichten heißt aber nicht, dass man hier Stur die gleiche Schiene, wie in anderen Bereichen, fahren darf (sollte). Social Media basiert auf der Marke, bietet aber genügend Spielraum, um auf eine differenzierte Art und Weise mit seinen Kunden in Kontakt zu treten und diese mit Informationen zu versorgen. Genau hier haben Unternehmen Probleme. Entweder ist keine klare Strategie erkennbar, oder Marken halten sich zu stark am Altbewährten fest.

Markenstrategien können auf unterschiedliche Art und Weise in soziale Netzwerke übertragen werden. Was Unternehmen aber hierbei auf keinen Fall vergessen dürfen, ist die Rolle der Nutzer. Lesenswert hierzu ist eine aktuelle Altimer Studie: The Rise of Digital Influence

Hat man seine Social Media Strategie definiert und ist sich auch im klaren darüber, wie die verschiedenen Ziele erreicht werden sollen, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen. Verantwortliche müssen sich hierfür die nötige Zeit nehmen, dann bleiben auch viele Probleme und negative Überraschungen aus.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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