Studie: 48 % der Deutschen Internetnutzer besuchen keine Präsenzen von Marken in sozialen Netzwerken - Futurebiz.de

Studie: 48 % der Deutschen Internetnutzer besuchen keine Präsenzen von Marken in sozialen Netzwerken

Es besteht ein Unterschied darin, ob Nutzer Inhalte von Unternehmen in sozialen Netzwerken konsumieren und darin ob sie die jeweiligen Seiten und Accounts auch aktiv besuchen. Zweites passiert nur in den seltensten Fällen. eMarketer hat hierzu Ergebnisse einer Untersuchung von Ipsos OTX veröffentlicht, die aufzeigt, wie sich die Situation vor allem bei deutschen Nutzern bestätigt.

48 % gaben an, dass sie keine Markenauftritte auf Facebook, Twitter und Co. aktiv aufsuchen. Weitere 46 % gaben an, dass sie die Seiten nur ab und zu aufrufen. Lediglich 6 % sind regelmäßig auf den Präsenzen unterwegs und suchen nach neuen Informationen.

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Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schneiden Frankreich und Großbritannien ähnlich ab. In Italien und Spanien sind es ein wenig anders aus. Hier besuchen 13 % bzw. 16 % regelmäßig die Auftritte von Unternehmen.

Katastrophale Werte? Nein! Sämtliche soziale Netzwerke basieren auf Feeds. Dort sind die Nutzer unterwegs und dort verbringen sie auch die meiste Zeit. Zu Facebook Seiten gibt es sogar Werte von unter 1 %. Heißt: Weniger als ein Prozent der Fans ruft eine Unternehmensseite erneut auf. Aus diesem Grund sind statische Tabs auf Facebook auch so ineffizient. Nutzer sehen die Tabs vielleicht nur ein einziges mal. Zusätzlich ist die Bewerbung von statischen Tabs über Anzeigen und Posts wenig sinnvoll, da Nutzer mit den „Apps“ nicht interagieren können.

Warum die Werte in Spanien und Italien anders ausfallen, können wir nur vermuten. Die Art des Community Managements könnte dafür sorgen, oder es werden die Auftritte an anderen Stellen (z.B. Newsletter) stärker beworben.

Seiten und Accounts bilden die Basis einer Marke im entsprechenden sozialen Netzwerk. Die Musik spielt in den Feeds. Sei es über eigenen Content, Inhalte aus Apps, oder externen Quellen mit Bezug zum Unternehmen. Anstatt Zeit und Budget in statische Applikationen zu investieren, sollten die Bemühungen in die Contenterstellung, die Konzeption von Apps und die Bewerbung der Inhalte investiert werden. Netiquette und Produkttabs kosten nicht die Welt, wirkungsvoll sind sie aber auch nicht.

Das Nutzer (Fans) eine Markenseite nicht regelmäßig aufrufen, sollte keinem Unternehmen große Kopfschmerzen bereiten. Darum geht es nicht. Es geht darum die Nutzer in ihren Feeds zu erreichen und dafür zu sorgen, dass über mein Unternehmen gesprochen wird. Damit das passiert, müssen Nutzer nicht auf den Präsenzen unterwegs sein.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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