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Tool zur Löschung der "Aktivitäten außerhalb von Facebook" jetzt für 2 Mrd. Menschen verfügbar.

Es ist schon etwas Zeit vergangen, seitdem Facebook sein Tool zur Verwaltung der “Aktivitäten außerhalb von Facebook” vorgestellt hat.

Mit dem Tool können alle Menschen die Facebook verwenden sehen, welche Webseiten und Apps Nutzerdaten außerhalb von Facebook sammeln und diese für ihre Marketingzwecke einsetzen (oder einsetzen könnten).

Die Informationen zu den Aktivitäten außerhalb von Facebook resultieren aus dem Datenskandal durch Cambridge Analytica und werden allen Facebook Nutzerinnen jetzt prominent präsentiert. Das Tool ist aus mehreren Gesichtspunkten interessant. Einmal aus der Perspektive der Nutzerinnen und einmal aus der Perspektive von Marken und Unternehmen.

Verlauf löschen und Speichern von Aktivitäten komplett blockieren

Das Tool steht passend zum Datenschutztag alle Nutzerinnen zur Verfügung. Neben der Übersicht stehen zwei Optionen zur Verfügung. Einmal die Entfernung des Verlaufes und einmal die Verwaltung der Aktivitäten.

Bei mir sind es 309 Webseiten und Apps, die Informationen zu meinen Aktivitäten mit Facebook teilen. Hierzu zählen Online-Shops, Medienseiten, mobile Games, soziale Netzwerke wie TikTok und Unternehmenswebseiten. In der Übersicht kann man sich nicht nur die Anzahl der Seiten anzeigen lassen, sondern auch wie viele Aktivitäten getrackt werden.

Diese Aktivitäten können dann auch detailliert angefordert und heruntergeladen werden. So hat TikTok beispielsweise Informationen zu 310 Interaktionen erhalten.

Die Übertragung der Daten kann im Tool komplett deaktiviert werden. Alternativ können einzelne Apps und Webseiten für das Tracking blockiert werden.

Je mehr Menschen das Tool nutzen, umso größer die Auswirkungen

Es wird interessant zu beobachten sein, wie intensiv die Übersicht und die Optionen von den Nutzerinnen verwendet werden. Das Facebook Menü ist durchaus verschachtelt, aber der Hinweis beim Öffnen der App zieht doch relativ viel Aufmerksamkeit auf sich.

Löscht eine hohe Anzahl von Facebook Nutzerinnen ihre Daten, kann dies durchaus Auswirkungen auf beispielsweise Facebook Pixeldaten haben, welche für das Facebook Advertising sehr relevant sind. Blocken zusätzlich viele Nutzerinnen die komplette Übertragung der Aktivitäten, können auch keine neuen Daten gesammelt und genutzt werden.

2 Mrd. Menschen werden von Facebook auf den Privatsphärecheck im News Feed hingewiesen und hierzu zählen auch die Aktivitäten außerhalb von Facebook.

Aktivitäten außerhalb von Facebook – Kurzinterview mit Dennis Taguchi von Facebook

Wer die Übertragung einmal deaktiviert, wird sie wahrscheinlich nicht wieder aktivieren. Ich werde für einen Test den kompletten Verlauf löschen und das Speichern der Aktivitäten deaktivieren.

Facebook weist auch darauf hin, dass sich die Qualität der Anzeigen verschlechtern könnte und sehr wahrscheinlich auch wird. Für viele Nutzerinnen wird dies aber kein entscheidendes Argument sein, um das Tool nicht zu nutzen, beziehungsweise die Trennung nicht zu aktivieren.

Auch Unternehmen sollten einen Facebook Check durchführen

Aus Nutzersicht ist das Tool zu 100 % zu begrüßen. Aus Marketingsicht sieht es etwas anders aus. Die gewonnen Informationen bieten viele Möglichkeiten und je weniger Aktivitäten analysiert werden können, umso ungenauer wird die Ansprache durch Anzeigen auf Facebook.

Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie groß der Einfluss des Tools Aktivitäten außerhalb von Facebook auch für das Facebook Marketing sein wird. Es ist also auch der richtige Zeitpunkt sich nochmals intensiv damit zu befassen, welche Aktivitäten man ermittelt und wie man diese Informationen einsetzt.

Wenn Facebook Nutzerinnen einen Privatsphärecheck machen, dann sollten Marken und Unternehmen das Gleiche machen, nur mit dem Fokus darauf, welche Aktivitäten misst man, wie werden die Daten verwendet (werden sie es überhaupt) und braucht man wirklich all die gesammelten Informationen.

weitere Information gibt es direkt bei Facebook.

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien. Zu Futurebiz Consulting

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