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Warum Hashtags, Locations & Markierungen euren Instagram Content nicht retten

Foto von Guilherme Lahmann auf Unsplash

Was ist die optimale Anzahl an Instagram Hashtags? Mit welchen Hashtags können Unternehmen und Creator*innen ihre Reichweite effektiv steigern? Neben der optimalen Uhrzeit für Posts sind das wohl die mit am häufigsten gestellten Fragen zum Instagram Publishing.

Instagram Hashtags steigern nicht automatisch die Reichweite

In einem seiner Q&As hat Adam Mosseri nun aber gesagt, dass Hashtags die Reichweite von Instagram Beiträgen nicht steigern. OMG! Oder zumindest nicht automatisch steigern. Hashtags sind dafür da, Inhalte zu kategorisieren. Wenn man also regelmäßig Hashtags auf Instagram benutzt, dann hat wahrscheinlich Instagram selbst mehr davon, als die ganzen Unternehmen, Creator*innen und privaten Nutzer*innen, da sie so viel über die Inhalte und die damit verbundenen Accounts lernen.

Aber warum gibt es dann überhaupt Hashtags und warum wird seit Jahren über die optimale Nutzung von Hashtags diskutiert? Hashtags sind ein wichtiges Feature von sozialen Netzwerken. Nicht nur von Instagram. Sie steigern aber nicht automatisch Reichweiten, sondern sie eröffnen die Chance zu höheren Reichweiten.

Man kann aber so viele Hashtags benutzen wie man möchte, wenn der dazugehörige Inhalt die Empfänger*innen nicht überzeugt, dann bringen die Hashtags rein gar nichts. Es geht dabei auch nicht nur um die Anzahl, sondern auch um die Auswahl. Man kann Stunden mit einer intensiven Hashtag-Recherche verbringen und die besten und passendsten Hashtags für seine Branche und Themen finden. Das ist wichtig, doch auch das bringt nichts, wenn die Inhalte keine Resonanz erzeugen. Resonanz in Form von Interaktionen, Verweildauer mit den Inhalten, Wiedergabedauer von Videos und Reels, oder auch das Speichern von Posts. #SuperLikeBeste

Instagram Ortsangaben und Markierungen auch nicht

Das gleiche Prinzip gilt auch für viele andere Funktionen, wenn wir Hashtags einmal als Funktion definieren. Ihr benutzt Ortsangaben und markiert Locations in euren Instagram Posts, dann ist das richtig, aber es steigert ebenfalls nicht automatisch die Reichweite. Es kann die Reichweite steigern.

Ihr markiert andere Accounts in euren Beiträgen, benutzt AR-Filter, oder angesagte Sounds, dann kann das die Reichweite steigern, aber nichts passiert automatisch und garantiert.

Man könnte auch sagen, dass Hashtags, Ortsangaben und Markierungen die unwichtigsten Bestandteile eurer Instagram Inhalte, ja eurer kompletten Instagram Strategie sind. Fehlt die Content Strategie, das Storytelling und die visuell ansprechende Aufbereitung bei euren Inhalten, dann bringen euch die ganzen Funktionen nichts.

Relevante Inhalte für die Zielgruppe, ein Verständnis für die Community und ein durchdachter Paid-Ansatz sind entscheidend. Erst wenn diese Punkte erfüllt sind, können Funktionen wie Instagram Hashtags die Reichweite eurer Inhalte verbessern.

#FYP lässt keine Inhalte auf TikTok viral gehen

Gleiches gilt auch für TikTok. Hier sind speziell Hashtags wie FYP, Für Dich und Co. beliebt, da viele sich davon erhoffen, im „Für Dich“-Feed gefeatured zu werden. TikTok selbst hat diese Wunschvorstellungen schon länger widerlegt und erklärt, dass Hashtags wie #FürDich keinen Effekt auf die Content-Empfehlungen haben. Auch hier sind die Inhalte an sich, thematisch verwandte Accounts und die Themen der Inhalte entscheidend. Ein Hashtag #FürDich lässt euch mit Sicherheit nicht viral gehen.

Nutzt ihr Markierungen, dann werden die markierten Accounts auf euren Inhalt aufmerksam. Erweckt der Inhalt aber keine Aufmerksamkeit (im positiven Sinn), dann können die Markierungen sogar schädlich sein. Ihr kennt die ganzen Spam-Markierungen auf Instagram. Wie bei Hashtags gilt auch bei Markierungen, sie lösen dann einen positiven Effekt aus, wenn der dazugehörige Inhalt überzeugt. Vielleicht ist es bei Markierungen sogar noch wichtiger, da sie viel gezielter und persönlicher als Hashtags sind.

Instagram testet Kopie der Snap Map um lokale Inhalte hervorzuheben

Das ganze Thema Instagram Locations oder Ortsangaben wird eventuell wieder an Bedeutung gewinnen. Instagram testet eine neue Darstellung von lokalen Inhalten, welche stark an die Snap Map erinnert.

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In der Instagram Karte werden Orte angezeigt und diese mit Informationen und User Generated Content angereichert. Wer eine Location, wie zum Beispiel ein lokales Geschäft, besitzt, kann hier von UGC profitieren, da interessierte Personen sich einen authentischen Eindruck über Produkte und das Geschäft an sich verschaffen können.

Aber auch hier gilt, dass die reine Ortsmarkierung eure Inhalte nicht automatisch zu mehr Reichweite verhilft. Mit oder ohne der Instagram „Map“.

Wie in jedem sozialen Netzwerk gilt, Content first und egal welche Funktionen es gibt, eure Inhalte entscheiden über den Erfolg. Instagram Hashtags, Markierungen und Ortsangaben sind eine Ergänzung, die Inhalte, mit Mehrwert für die eigene Zielgruppe, zusätzlich verbreiten können.

Blogger in Charge bei Futurebiz, Speaker, Autor und Senior Digital & Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Jan Firsching berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien. Zu Futurebiz Consulting Blogger in charge at Futurebiz. Speaker, author and senior digital & social media consultant at the BRANDPUNKT agency. Jan Firsching advises brands and companies on the development and implementation of digital and social media strategies.

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