Beziehungsstatus "AXE": Der Axe Effekt auf Facebook & Richtlinien - Futurebiz.de

Beziehungsstatus "AXE": Der Axe Effekt auf Facebook & Richtlinien

[Update: Also die App gibt es und sie funktioniert auch. Die Posts sehen aber nicht ganz so wie im Video aus. http://apps.facebook.com/axestatus/]

Facebook Applikationen werden erst dann richtig interessant, wenn Nutzerinformationen verwendet werden und so beispielsweise Profilbilder, Freunde, oder Interessen eingesetzt werden, um ein individuelles Erlebnis bzw. Resultat zu liefern.

Ändert ein Nutzer Profilinformationen löst dies eine Meldung im Newsfeed aus. Beispiele hierfür wären der Wohnort, Sprachen, Profilbilder, Berufe und der Beziehungsstatus. Und genau hier hat Axe angesetzt und wirkungsvolle Applikation kreiert.

Nutzer konnten ihren Beziehungsstatus ändern und dies nicht nur mit einer neuen Freundin, sondern mit beliebig vielen. So wurden aufmerksamkeitsstarke Status Updates generiert die besagten, “Nutzer XY ist jetzt in einer Beziehung mit XY und 345 anderen”.

Der Beziehungsstatus gehört zu den Nutzerinformationen, die bei Änderungen mit die meisten Reaktionen hervor rufen. Wird dieser auch noch in einer abgewandelten und lustigen Form präsentiert, ist eine große Aufmerksamkeit garantiert. Klickte ein Nutzer auf beispielsweise 278 andere, wurde er direkt zur Applikation weitergeleitet und konnte ebenfalls seinen Beziehungsstatus ändern.

Natürlich wurde hier nicht wirklich der Beziehungsstatus geändert, sondern es wurde ein Post nachgebaut und mit den zusätzliche Inhalten ergänzt. Für die Nutzer ist dies nicht auf den ersten Blick erkennbar und genau dies ist auch der Grund, warum man die App nicht mehr verwenden kann. Hier könnt ihr die App testen, wer weiß wie lange noch –http://apps.facebook.com/axestatus

Verstoß gegen Facebook Richtlinien (oder Fake Video)

Wir haben die App nie live gesehen und auch bei Google nichts dazu gefunden. Doch eines ist klar, nach den Facebook Richtlinien wäre solch eine Anwendung gleich aus mehreren Gründen nicht zulässig. Zu einem werden Facebook Elemente so nachgebaut, dass Nutzer nicht erkennen, ob der Post direkt von Facebook kommt oder nicht und des weiteren werden anderen Nutzern Informationen präsentiert, die nicht der Wahrheit entsprechen würden. Hört sich etwas streng an, aber aus diesen Gründen sind schon diverse Applikation gesperrt worden. Speziell beim Nachbau von Facebook Features findet meist eine schnelle Reaktion statt und die Anwendung verschwindet.

Die zweite Erklärung dafür, dass die App nicht mehr zu finden ist, ist das es sie nie gab und es sich um ein Fake-Video handelt. Vielleicht hat ja einer von euch zufällig mal die App live gesehen…

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

Kommentare

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wie Martin schon schreibt, man bekommt die unterschiedlichen Farben im Text nicht wie im Video hin. In der App wäre der ganze Text ein durchgehender Link und damit würde man es direkt sehen.

  2. Ziemlich sicher ein Fake. „MemacOgilvyLabel“ hat nur auf den ersten Blick was mit der berühmten Werbeagentur zu tun. Wenn man sich den Kanal mal ansieht, stellt man aber schnell das Gegenteil fest!

  3. Das Video ist definitiv zumindest teilweise gefakt, weil die gezeigten Pinnwandeinträge so gar nicht aussehen können. Pinnwandeinträge von Apps sind immer klar als solche zu erkennen und haben ein leicht unterschiedliches Format. Ich vermute sie haben für das Video die Scribbles für den Kundenpitch verwendet 😉

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