Social Media Nutzung von Teenagern: Facebook ist die Nr.1

Social Media Nutzung von Teenagern: Facebook legt dank mobile wieder zu

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Und täglich grüßt das Thema Teenager und Facebook. Einige Studien besagen einen drastischen Rückgang bei der Nutzung, andere sprechen von einem Stillstand. Das WSJ hat nun Ergebnisse einer US Studie von Forrester veröffentlicht, die einen weiteren interessanten Aspekt in die Diskussion mit einbringt. Facebook Mobile führt zu einer stärkeren Facebook Nutzung.

Fast die Hälfte der befragten Teenager gab an, Facebook häufiger zu nutzen als noch vor einem Jahr. Somit sinkt die Nutzung nicht, im Gegenteil, sie steigt wieder an. Facebook hatte in der Vergangenheit einen Rückgang in den USA selbst eingeräumt. Der letzte Quartalsbericht hat aber auch gezeigt, wie groß mittlerweile die Gruppe der Facebook Mobile Nutzer bzw. der mobile Only Nutzer geworden ist. Ein Zusammenhang?

Facebook Nutzung Teenager - Stärkere Nutzung Dank Facebook Mobile

Forrester unterscheidet zwischen einer monatlichen Nutzung und einer „hyperusage“. Bei der monatlichen Nutzung muss sich Facebook knapp YouTube geschlagen geben, alle anderen Netzwerke liegen deutlich zurück. Instagram folgt auf der dritten Position und liegt knapp vor Google+ und Twitter.

Bei der „hyperusage“ ist Facebook die Nummer 1. Vor Instagram und Snapchat. Das ist interessant, denn sowohl Instagram als auch Snapchat, sind nur als mobile App verfügbar. In Deutschland wäre WhatsApp sicher weiter vorne platziert. Wahrscheinlich noch vor Instagram. Aber auch vor Facebook?

Über 4.500 Teenager zwischen 12 und 17 Jahren wurden von Forrester befragt. Keine kleine Grundgesamtheit. Wer also behauptet hat, Teenager könnten von Unternehmen nicht mehr auf Facebook erreicht werden, der muss seine Aussage vielleicht nochmals überdenken. Die Ergebnisse von Forrester sprechen eine andere Sprache. Wer Teenager erreichen möchte, der findet auf Facebook die besten Möglichkeiten.

Faceboook profitiert von den Messenger Wars

Zwischen den Zeilen ist auch gut erkennbar, wie Facebook von den „Messenger Wars“ profitiert. Mit WhatsApp, dem eigenen Messenger und dem kürzlich präsentierten Slingshot ist Facebook hier sehr gut aufgestellt. In der Studie von Forrester taucht nur Snapchat auf, aber es gibt noch Line, WeChat, Kik, Kakoa Talk, Threema und viele weitere Messenger Apps, die alle um die Gunst der Nutzer buhlen. Somit könnte man sagen, Facebook profitiert von der Vielzahl von Messengern. In Deutschland können wie nahezu alle unserer Kontakt über WhatsApp kontaktieren. Über WhatsApp oder über Facebook. Diese Situation existiert auch in vielen anderen Ländern und Facebook profitiert hiervon.

US Teens nutzen mehr soziale Netzwerke

Während wir uns in Deutschland auf zwei bis maximal drei soziale Netzwerke konzentrieren, spielen in den USA wesentlich mehr unterschiedliche Netzwerke und mobile Apps eine Rolle. Vine, Tumblr, Pinterest, Snapchat und Co. sind in den USA alle relativ stak verbreitet. Hinzu kommen Facebook, Instagram, Twitter und Google+. Die Diversifikation bei der Nutzung ist wesentlich größer und deswegen spielt die Intensität bei der Verwendung eine so entscheidende Rolle. Gleiches gilt für die Verweildauer und auch hier liegt Facebook (mit Instagram zusammen) klar vorne. Die wachsende mobile Nutzung spielt Facebook in die Karten. Das größte soziale Netzwerk, die größte mobile Foto Community und verschiedene Messenger Apps sichern die mobile Zukunft von Facebook. Die Effekte zeigen sich in den Studienergebnissen. Die mobile Verweildauer steigt und die mobile Facebook Nutzung steigt ebenfalls.

In Deutschland sehe ich die „hyperusage“ klar bei Facebook, YouTube und WhatsApp. Dann wird voraussichtlich Instagram folgen. Noch vor Twitter und Google+.

Fazit

Zu dem Thema gab es bereits diverse Studien. Das interessante an der Forrester Befragung ist, dass die Facebook Nutzung bei Teenagern wieder angestiegen ist. Es geht nicht um ein Rechtfertigen oder Widersprechen, sondern um eine Entwicklung mit der viele nicht gerechnet hatten. Klar, die Ergebnisse beziehen sich auf die USA und in Deutschland wird die Verteilung anders aussehen, aber es handelt sich um ein klares Signal in die Richtung der Kritiker.

Bildquelle Flickr: Fotograf – John Christian Fjellestad

Jan Firsching

Autor bei Futurebiz und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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