Facebook auf Webseiten: Want-Button als Signal an Unternehmen - Futurebiz.de

Facebook auf Webseiten: Want-Button als Signal an Unternehmen

Es sieht so aus, als würde Facebook mit dem Want-Button ein weiteres Social Plugin testen. Dies ist aber mehr als ein reiner Test, oder ein neues Plugin, sondern ein klares Zeichen für Unternehmen, Facebook Features in die eigene Webseite zu integrieren.

Erst kürzlich haben wir hierzu ein Artikel verfasst und Entwickler und Unternehmen dazu angeregt, auch außerhalb von Facebook zu denken.

Genau dieser Gedankenanstoß ist auch der „Want-Button“. Ziel ist es, Unternehmen einen leichteren Einstieg in die Materie zu geben und zu zeigen, wie der Open Graph mit Elementen, hier Produkten, von Webseiten verknüpft werden kann.

Die Technologie an sich ist nicht neu und wird beispielsweise von Fab, oder Payvment eingesetzt. Facebook möchte Unternehmen aufzeigen, wie der Open Graph eingesetzt werden kann und das es mehr als Facebook Seiten und Canvas Apps gibt.

Der „Like Button“ für mobile Apps geht in eine ähnliche Richtung. „Integriert Facebook in eure bestehenden Apps und Webseiten.“

Der Want-Button ist für E-Commerce Unternehmen ein interessantes Feature, bildet aber nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, die eine Open Graph Anbindung bietet. Etsy hat eine ähnliche Funktion ebenfalls implementiert.

Man könnte den Want-Button als Signal sehen, aber auch als einen Hinweis darauf, dass Facebook mit der bisherigen Verwendung des Open Graphs noch nicht ganz zufrieden ist. Es gibt verschiedene Unternehmen, die den Open Graph sehr effektiv einsetzen, aber Facebook möchte mehr und will eine größere Verbreitung.

Der Open Graph erhält immer weitere Anbindungsmöglichkeiten. So können Apps nun mehrere Fotos auf einmal veröffentlichen, oder Nutzer können anderen interessanten Personen mit einem einzelnen Klick in Open Graph Apps „folgen“.

Auch hier wieder die Verknüpfung zu Webseiten und dem E-Commerce. Nutzer wünschen sich Produkte, veröffentlichen diese auf Facebook und Folgen der Marke im jeweiligen Online-Shop. Jede Marke muss hierbei aber das nötige Gespür haben und darf ihren Nutzern nicht auf einen Schlag zu viel „Zumuten“ bzw. mit neuen Features überraschen. Wer eine Open Graph Anbindung implementiert, sollte genau die Reaktionen seiner Kunden/Besucher im Auge behalten und Auswirkungen und Funktionsweise genau erklären.

Der Große Vorteil des Open Graphs liegt in den persönlichen Empfehlungen. Hier werden keine platten Werbebotschaften von den Nutzern geteilt (werden sie sowieso nur in den seltensten Fällen), sondern Produkte und Inhalte, die Nutzern gefallen, oder die sie „haben“ möchten.

Marken sind mit dem Open Graph noch nicht vertraut und sprechen, wenn es um Facebook Marketing geht, denken Unternehmen in Seiten, Tabs und in einzelnen Fällen in Canvas Apps. Der Open Graph geht darüber hinaus und stellt eine langfristige Verknüpfung von Unternehmen, Kunden und Facebook dar.

Wenn der „Want-Button“ kommt und Marken hiermit positive Erfahrungen sammeln, steigt die Wahrscheinlichkeit und die Bereitschaft den Weg weiter zu gehen und eine umfangreichere Open Graph Anbindung zu planen.

Futurebiz ist ein Projekt der Agentur Brandpilots (ehemals Berliner Brandung). Uns gibt es auch als täglichen Newsletter sowie auf Facebook, Twitter und Google+.

Autor bei Futurebiz, Speaker und Senior Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen und Social Media Strategien.

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