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Twitter Stories im Test: Ephemeral Content auf Twitter mit “Fleets”

Wir schreiben das Jahr 2020 und Twitter Stories sind da. Beziehungsweise werden sie getestet und Twitter geht damit den Weg, den auch Instagram, Facebook, YouTube und Pinterest gegangen sind.

Twitter-Fleets-Stories

Das sind Fleets/Stories auf Twitter

Twitter Stories werden den Namen “Fleets” tragen, sich aber vom Prinzip nicht groß zu anderen Story-Formaten unterscheiden.

Ephemeral Content gibt es somit in allen relevanten großen sozialen Netzwerken. Twitter Stories oder “Fleets” sind somit wie auf Instagram eine weitere inhaltliche Spielfläche für Unternehmen und Nutzerinnen, die zusätzliche Optionen und Freiräume bieten.

Fleets werden eine Sichtbarkeit von 24 Stunden haben und sie können nicht favorisiert (weigere mich auf Twitter von Likes zu sprechen), oder durch ReTweets verbreitet werden.

Twitter-Stories-Fleets

Es wird aber die Möglichkeit geben, auf Twitter Stories mit Direktnachrichten zu reagieren. Dies wird Einfluss auf die private Kommunikation auf Twitter haben.

Edit-Button vor Twitter Stories #RIPTwitter

Die ersten Reaktionen fallen auf Twitter jedoch alles andere als positiv aus. Dabei geht es nicht um Fleets an sich, sondern darum, dass Twitter sich zuerst einmal um andere Features kümmern sollte, die von der Community seit Jahren gewünscht werden. Stichwort Edit Button.

Ergebnis ist der Hashtag #RIPTwitter, unter dem sich die Community Luft macht und Twitter dafür kritisiert, die Interessen seiner Nutzer zu ignorieren. Twitter hat sicher mit einigen negativen Reaktionen gerechnet, aber wahrscheinlich nicht in diesem Ausmaß. Besonders nicht vor dem Hintergrund, dass Twitter in den letzten Monaten dafür gelobt wurde, die Interessen seiner Nutzerinnen, im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken, ernst zu nehmen.

Überraschend kommt die Einführung von Twitter Fleets nur teilweise. In der Branche wurde schon oft spekuliert und viele hatten ein eigenes Story-Format von Twitter deutlich früher erwartet. Ob Fleets nun auch das Ende von Twitter Moments bedeuten, kann durchaus erwartet werden. Die Idee von Twitter Moments, dem Kuratieren von Tweets zu einem Thema, war gut, doch das Format konnte sich nie etablieren.

Fällt der Begriff Stories, wissen Menschen mittlerweile was das Format ausmacht und wie es genutzt werden kann. Trotz #RIPTwitter wird die Akzeptanz sicher größer als bei Moments sein.

Für Unternehmen wären Fleets eine weitere Möglichkeit, vertikale Inhalte zu publizieren. Die Optionen für die Adaption von vertikalen Inhalten wird somit immer vielfältiger. Aber natürlich gilt auch für Twitter Stories, dass sie zum Kanal und zur Zielgruppe passen müssen und nicht einfach als Cross-Post von beispielsweise Instagram geteilt werden sollten.

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